Frage an den Hüttenwirt: „Wie wird das Wetter heute?“ Antwort: „Scheiße“. Das lässt keine Interpretation zu – oder vielleicht doch? Am Morgen haben wir Sonnenschein und es sieht nicht so aus, als ob uns die angekündigte Schlechtwetterfront so schnell erreicht. Drüben im Karwendel ist es aber dunkel, offenbar fangen die Berge die ersten Wolken ab.

Für unsere Tourenplanung gehen wir defensiv vor – mal schauen, was geht. Also erst einmal den Hüttengipfel anpeilen, die Hubertusspitze. Das Wetter hält, daher lassen wir die Hubertusspitze aus und wenden uns gleich dem Zustieg zum Hobarjoch zu. Nun kommen die Wolken aber näher, von einer Minute zur anderen stehen wir in den Wolken, Wind kommt auf und es graupelt. Aber nicht lange, und der Spuk ist wieder vorbei.

Denkste. Kaum sind wir am Hobarjoch, zieht es es richtig zu, starker Wind kommt auf und wir schauen, dass wir vom Gipfel und auf die windabgewandte Seite kommen. Und tatsächlich, auch hier herrscht nach ein paar Minuten wieder eitel Sonnenschein. Motiviert nehmen wir noch die Hubertusspitze mit, bevor es wieder auf die Hütte geht.