Eigentlich hatten wir eine schöne Eingehtour auf die Rauhekopfhütte geplant, die war aber leider bereits völlig ausgebucht. Daher sind wir vom Parkplatz beim Gepatsch-Haus über die Rauhekopfhütte direkt auf die höchstgelegene DAV-Schutzhütte in den Ostalpen, dem Brandenburgerhaus (3.277m), gestiegen.

Der Zustieg zur Rauhekopfhütte geht bereits über den stark zurückgegangenen Gepatsch-Ferner. Bei unserem Besuch haben wir Blankeis vorgefunden, was die Begehung des ersten Teils erleichterte. Über einen Felsriegel geht es dann hinauf zur von Freiwilligen geführten Rauhekopfhütte. Als wir ankommen, verabschiedet sich gerade Georg Bayerle, der das Hüttenteam die letzten Tage unterstützt hat. Vielleicht sehen wir ja demnächst auf Bergauf-Bergab einen Beitrag über die kleine, aber feine Hütte.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter in Richtung Brandenburgerhaus. Am oberen Teil des Gepatsch-Ferners seilen wir wieder an, den dieser Teil ist schneebedeckt und die Längsspalten berühmt-berüchtigt. Zunächst wünschen wir uns Gummistiefel, da das Wasser nur so läuft und wir es eher mit einem Sumpf zu tun haben. Die Spuranlage hätten wir sicherlich optimaler wählen können.

Immer wieder brechen wir ein, denn die Schneebrücken halten nicht immer. Neben dem Sumpf und der schwierigen Wegfindung macht uns das Wetter zu schaffen, denn es zieht zu und wir haben bald Schwierigkeiten mit der Orientierung. Grob wissen wir, wo die Hütte sein müsste, aber wir sehen sie zunächst nicht. Zum Glück reißt es ein paarmal auf und wir können die Hütte sehen und unseren Kurs korrgieren (gpx-Track hier).

Nach rund 7 Stunden Gehzeit und fast 1.500 Höhenmeter erreichen wir das einfache Brandenburgerhaus, das komplett ausgebucht ist. Trotz Hektik und vielen Gästen hat das Hüttenteam Zeit für einen kurzen Plausch. Das 4-Gänge-Halbpensionsmenü ist vorzüglich und reichlich, so dass wir zufrieden ins Bett sinken.